Stuart Price wurde im Jahr 1977 in Paris geboren, wird aber als britischer Staatsbürger bezeichnet. Er gehört mittlerweile zu einem der einflussreichsten DJs und Musikproduzenten. Seine Karriere hat er im Alter von 19 Jahren mit der Veröffentlichung des Albums „Liberation“ unter dem Namen Les Rythmes Digitales begonnen. Dieses Album war vor allem vonTrip-Hop, Drum ’n’ Bass sowie vom Sampling klassischer Musik geprägt. Auf dem folgenden Album „Darkdancer“ vollzog er eine Wende zu einem tanzbareren Sound mit starken Anleihen beim Synthiepop der 1980er Jahre. So arbeitete er beispielsweise bei dem Titel „Sometimes“ arbeitete er mit 0er-jahre Star Nik Kershaw zusammen. Später war er Mitglied der erfolgreichen Band Zoot Woman, welche vor allem Synthie-betonten Pop mit 80er-Reminiszenzen veröffentlichte.

Unter dem Pseudonym Jacques Lu Cont machte er sich zudem einen Namen als Remixer. Unter anderem arbeitete er für Madonna, Pet Shop Boys, Depeche Mode, Gwen Stefani & No Doubt, Britney Spears, Goldfrapp und The Killers um nur einige zu nennen.

Seine Bekanntheit erlangte er aber zu einem Großteil durch seine Zusammenarbeit mit Madonna, welche ca. im Jahr 2000 richtig begonnen hat. Er wurde als musikalischer Leiter für Madonnas Drowned World Tour (2001) engagiert. In der selben Rolle war er auch bei der Re-Invention Tour (2004) und später bei der Confessions Tour (2006) tätig.

Seinen größten Einfluss auf Madonnas musikalisches Werk hatte Price als Hauptproduzent ihres Albums „Confessions on a Dance Floor“. Das 2005 veröffentlichte Album markierte eine Rückkehr zu Dance- und Disco-Klängen und wurde sowohl kommerziell als auch von Kritikern gefeiert. Price produzierte große Teile des Albums, schrieb mehrere Songs mit und prägte den durchgehenden, DJ-Set-artigen Sound des Werks entscheidend. Das Album gewann später einen Grammy und gilt als eines der erfolgreichsten Madonna-Alben des 21. Jahrhunderts.

Darüber hinaus war Price an Songs wie „Get Together“ beteiligt, welchen er gemeinsam mit Madonna schrieb und produziert. Zudem fertigte er zahlreiche Remixe ihrer Singles an, darunter „Hung Up„, „Sorry„, „Jump“ und „Hollywood„.

Im Jahr 2010 war er der ausführende Produzent für das Album „Aphrodite“ von Kylie Minogue, welches die Hits „All The Lovers„, „Get Outta My Way“ und „Closer“ enthielt.

Nach einer längeren Pause arbeiteten Madonna und Stuart Price erneut zusammen: 2023 kehrte er als musikalischer Leiter für ihre erfolgreiche Celebration Tour zurück. Außerdem bestätigte Madonna, dass beide wieder gemeinsam neue Musik produzieren. Zudem ist er nun erneut als Produzent an Madonna kommenden Album „Confessions II“ beteiligt.

Von Madonna bekam er zudem dem Spitznamen Thin White Duke, unter welchen er ebenfalls Remixarbeiten veröffentlichte, darunter für Röyksopp oder Coldplay.

Von Ingo